Autor: Tobiaaatch

Ich hab Deichkind Live überlebt!


Deichkind in Ich hab Deichkind Live überlebt!

Ich war ja schon in vielen Puffs in Europa, aber an diesem Abend wurde uns allen das Hirn weggefetzt. Was für eine Live-Show.

.

„Ein Hoch auf die internationale Getränkequalität!
Ein Hoch auf die internationale Getränkequalität!“

.

Allein am Publikum erkannte man recht schnell, dass dis hier kein normales Konzert wird. Die eingefleischten Fans haben sich selbst wie die Deichkinder verkleidet – mit Pyramiden-Hut, schwarzen Müllsack mit nem großen leuchtendem Kreuz drauf. Allgemein war es nicht nur eine gute 50/50 Männlein/Weiblein-Mischung, sondern auch so sehr schön durchwachsen: Rocker, Hopper, knall bunte New-Raver, Mädels nur im Badeanzug und Mini-Rock, schicke Mädels mit Nerd-Brillen, bemalte Gesichter, junge und ältere Menschen in allerlei Kostümen – Alle wollten sie die ehemalige Hiphop-Crew Live sehen und anbeten. Und bisher hab ich selbst auch nur laute Begeisterung von den Überlebenden eines Deichkind-Konzerts mitbekommen. Also bin ich mit Fabian, René und meinem Bruder am 2. Dezember nach Düsseldorf gepilgert, in die Phillipshalle,  um die angeblich letzte Deichkind-Tour (wegen dem tragischen Todesfall in der Band) zu erleben. Deichkind 3.0

.

„Ein Hoch auf die Säufer-Solidarität!
Ein Hoch auf die Säufer-Solidarität!“

.

Das Konzert startete mit einem sehr langen und sehr merkwürdigen – aber doch irgendwie passenden – Film auf einer riesigen Leinwand. Und irgendwann begann hinter der Leinwand leise die Musik, begleitet von einer bombastische Lichtshow. Der Vorhang fiel – Arbeit nervt! – und die Menge rastete völlig aus. Auf der Bühne standen die Deichkinder in mit ihrer LED-Lichter-Rüstungen und den LED-Pyramiden-Hüten. Sie strahlten wild in allen Farben, kleine Animationen waren erkennbar – Arbeit nervt!
Auf der riesigen Bühne (es war alles riesig) war eine Show-Treppe, welche zu einem „Stargate“ führte, an diesem „die Zitze“ befestigt war – eine riesige Bierbong :D. Ich war zwar Fahrer, hab aber mehr als genug Bier abbekommen, denn überall flogen Bierbecher herum – das Bier deines Hinter- und Vordermannes verlieh jedem im Umkreis eine dezente Biernote während des rumhüpfen und tanzen. Es ging so die Post ab, dass wir plötzlich Fabian verloren haben, welcher  von der Mitte der Halle bis nach vorne geschubst wurde und dort um sein Leben kämpfte.  Die Massen standen dauernd unter Wasserpistolen-Beschuss, ein Fahrrad fuhr auf der Bühne herum, von der Decke hang plötzlich ein Typ in nem riesen neonfarbigen Vogel-Kostüm und schlug mit seinen Flügeln. Weiterhin jumpten auf zwei riesen Trampolins links und rechts vorm Stargate weitere Deichkinder herum, ein Typ mit nem Pferdekopf  stand auf der Treppe – Es war ein einziger Rausch.

.

„Manchmal muss man einfach raus
Denn manchmal ist die Welt zu klein
Willst du die Unendlichkeit?“

.

Plötzlich (es war alles riesig und alles kam plötzlich:D) tauchte ein riesiges Luftkissenschlauboot auf. Es wurde mit zwei Deichkinder besetzt und von der Bühne aufs Publikum geschoben – Es schwamm auf den Händen der Fans. Dabei schütteten sie gleichzeitig Säckeweise weiße Federn aus dem Schlauchboot. Da alle klitsche Nass vom Bier waren, wurden auch alle in der Nähe des Bootes automatisch gefedert. Abnormal geil :D

.

„Ey spieß mal nicht so rum ey, wir wollen nur was erleben!“

.

Im großen Finale spielte die Band „Limit“ und „Remmi Demmi“. Die Trampolin-Springer wurden mit Springgurten von der Decke befestigt und legten in keine Ahnung wie vielen Metern Höhe unglaubliche Sprünge hin. Vor dem Stargate wird eine riesige neonfarbige „Yippie Yippie Yeah“ Flagge geschwungen, zwei Hüpfburgen wurden aufgeblasen und ein riesiger Plastik-Ball – in dem sich ein Deichkind befand – rollte über die Massen. Booom!

.

Wie gesagt, die Live-Show hat echt alles gesprengt. Ich glaub nie waren 30 Euros besser angelegt. Es war alles so riesig…

.


Fotos von VirtualNights.com und Myspace.com/Deichkind


3 Comments, Kommentare oder Ping

Antworte auf “Ich hab Deichkind Live überlebt!”