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Ich erzähle die Story immer wieder gerne. Ich plus René – surfen im Netz. Im Hintergrund läuft die erste Show von „Unser Star für Oslo“ – als auf einmal ein „Ai, ai… ai ai, ai“ meine Ohren bezaubert. Ich schwenke meinen Blick auf die Röhre und sehe dabei – nicht nur das erste Mal Lena Meyer-Landrut – sondern auch genau die Dame (in der ersten Publikumsreihe), welche vor einigen Stunden noch ihre Abschieds-Feier geschmissen hat. Dazu aber demnächst mehr. Ich habe also seit der ersten Minute fest an sie geglaubt und sie supportet, ihre Live-Auftritte hoch und runter gehört, über den Atlantik mitgenommen, mich stets auf Fanseiten informiert und meine Pinnwand mit Lena-Zeitungsauschnitten bestückt. Ich habe wirbel auf meinem Blog und in meinem Freundeskreis gemacht und wie ein Jünger den Lenaismus verbreitet. Sie hat mich zum Lisa Mitchell und Kate Nash Fan gemacht und mich mit ihrer positiven Lebenseinstellung inspiriert und geprägt. Es war „Lave ooouuuh Laaaavve“ in der Luft und trotz den unzähligen Interviews, welche oft „gekünzelt“ rüber kamen – und trotz des mittelmäßigen Album – habe ich trotz-dem nicht losgelassen. My finger tips are holding onto the cracks in my Lena-Foundation.
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Und so war es gestern soweit. Ein Tag mit den highest of Highs und den tiefsten Tiefpunkten seit langem. Auf der besagten Abschiedsparty bekam ich regelmäßige News-Ticker-Anrufe von Jens und News-Ticker-Kurznachrichten von der guten Annie, welche beiden mich Lena-mäßig stets auf den laufenden hielten. Gleichzeitig habe ich meine Mum stets mit ein paar SMS informiert, da sie selbst auch auf einer Feier war. Im Voraus habe ich „Unsere Lena“ (wie sie beispielsweise von meiner Tante genannt wird) in den Top3 eingeschätzt – doch niemand hat wirklich an den ersten Platz geglaubt. Ur-Plötzlich explodierte mein Handy wie der fucking Vulkan in Irland. Ich bekam etliche Nachrichten und den letzten und finalen Anruf von Jens. Lena hat einen uneinholbaren Punkteabstand ausgebaut. Deutschland hat gewonnen. Lena hat gewonnen. Wir sind Lena.
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Vor Freude bin ich mit einem doppelten Flick-Flack und einer dreifachen Schraube zurück in den Party-Saal gehüpft und konnte nach ein paar nüchternen „Was ist los Tobi?“ stolz „Lena hat gewonnen!“ verkünden. Unsere britische Verwandtschaft haben SMS geschickt und auch für das „Der-Alkohol-ist-hier-so-günistg“-Land gefeiert. Bekanntlicherweise habe ich ja keine emotionalen Empfindungen beim Fußball-Gucken – aber gestern konnte ich mir schon ausmalen, wie sich Fußball-Fan-Sein anfühlt. Natürlich als friedlicher Fußball-Fan und nicht als hasserfülltes Monster – wie die Meisten der Sorte. Man fiebert, supportet und feiert. Mit viel Alkohol. Es trafen einfach zwei (mir wichtige) Dinge aufeinander:
Musik und nationaler Stolz. Und genau deswegen schau ich mir auch pünktlich um 3 Uhr den Empfang von Lena in Hannover an. Ich will Deutschland gemeinsam für Musik jubeln sehen.
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Nach der Feier konnte ich mir natürlich endlich online ihren Auftritt zum ersten Mal anschauen – Und er war wirklich perfekt. Sie hat ihre Regler für Ausstrahlung auf 110% gedreht, sich wie immer schlicht aber sexy herausgeputzt und mit ihrem Lächeln und Hüftschwung ganz Europa verzaubert. Vielleicht sogar die ganze Welt. Man weiß es nicht – würde Herr Raab jetzt sagen. Für mich auf jeden Fall der Inbegriff von Awesomeness.
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Raab freut sich (zurecht) einen Affen ab und beweist mal wieder, dass (fast) alles was er anpackt – zu Gold wird. Sehr schön. Jetzt muss er nur noch eine gescheite Regierung suchen und Deutschland ist restlos glücklich.
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UPDATE:
Stefan hat nochmal ernsthaft vorgeschlagen, Lena nächstes Jahr wieder antreten zu lassen. Als Titel-Verteidigerin – wenn die ARD mitspielt. Hoch lebe König Lustig!
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Foto von Eurovision.blog.ndr.de

















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