Autor: Tobiaaatch

Meine „My Cassette Player“ Meinung


MyCassettePlayer Lena Album2 in Meine „My Cassette Player“ Meinung.
Jeder möchte im Moment ein Stück von Lena haben. Ob es Harald Schmidt mit seiner Parodie ist, Oliver Pocher, Detlef D! Soost, Sido mit seinem „Diss“, RTL mit ihren „Lena-oben-ohne-im-Pool“-Archiv-Videos oder der neuste SchülerVZ-Hacker mit dem Crawler-Tool namens „LenaML“. Es gibt aber nur einen Mann, der die dicken Stücke von der Lena-Torte verteilt. Und das ist Stefan Raab. Zu Anfang hieß es von Lena selbst, dass ihr Album erst irgendwann nach dem Abi kommt. Uuups – Irgendwas ist das schief gelaufen, denn  Debüt-Album „My Cassette Player“ ist heute erschienen. Kommerz oder Hörgenuss?

Wer es erfahren möchte liest weiter.
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Die Track-Liste:
1. Satellite
2. My Cassette Player
3. Not Following
4. I Like To Bang My Head
5. My Same
6. Caterpillar In The Rain
7. Love Me
8. Touch A New Day
9. Bee
10. You Can’t Stop Me
11. Mr. Curiosity
12. I Just Want Your Kiss
13. Wonderful Dreaming
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Über die drei Single-Tracks (Satellite, Love Me, Bee) brauch ich wohl nichts mehr zu schreiben. Was einem Lena-Fan natürlich direkt auffällt ist, dass die Cover-Versionen „My Same“ und „Mr. Curiosity“ auf dem Album gelandet sind. Mit der Studio-Version von „My Same“ musste ich mich erst mal langsam anfreunden und finde immer noch die Live-Version noch um Längen besser. So sind 5 Tracks schon mal vorab bekannt. Es bleiben also noch 8 weitere. Das Titel-Lied ist sehr chillig und lädt zum mit schnipsen ein. Ähnlich ruhig ist „Not Following“ – mit einem netten Reggae-Touch. Bei „I Like To Bang My Head“ möchte man einfach nur mit dem Kopf nicken und schön sommerlich wird’s mit „Touch A New Day“ und der Swing-Nummer „You Can’t Stop Me“. „Wonderfull Dreaming“ läßt das Album langsam und ruhig ausklingen.
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Was sagt uns das? Jaaaa. Es ist ein gemütliches Pop-Swing-Soul Album – und der Platin-Hit „Satellite“ leider wirklich das schnellste Lied ist. Es fehlen richtige Kracher, experimentelle HipHop-Einflüsse oder Sprechgesang-Parts – also genau das womit Lena ja bei „Unser Star für Oslo“ aufgefallen ist. Durch die vielen souligen Balladen wirkt sie eher wie ein naives und frisch verliebtes 16 jähriges Mädchen. So gut wie alle Lieder wurden von Stefan Raab geschrieben (teilweise mit Lena zusammen), was wieder zeigt wer den musikalischen Ton angibt und den großen (noch warmen) Kuchen fest in der Hand hält. Geld-Macherrei? Im Grunde schon. „Richtige“ Musiker brauchen ein halbes bis zwei Jahre um  ein ausgereiftes Album zu veröffentlichen. Raab macht sowas in drei Wochen. Aber warum nicht wenn ganz Deutschland danach hechelt.
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Besonders loben möchte ich das tolle Booklet, also das CD-Heftchen (für die, die noch nie eine CD gekauft haben), mit den wirklich unglaublichen schönen Fotos von Lena. Das Cover sieht dagegen ziemlich lahm aus. Ich will ein Poster von dem Foto mit dem weißen Holzstuhl. Jetzt. Sofort.

Zusammenfassend sag ich: Wer Lenas Stimme mag und mit langsamen und sommerlich-fröhlichen Pop etwas anfangen kann, wird „My Cassette Player“ (Hörproben) schon seine Freude haben. Möge sie nach dem „Euro-Vision-Song-Contest“ auch in Europa mit dem Album erfolgreich sein. Lena – Made in Germany – Sicher ein Exportschlager.
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PS: Fast vergessen. Es ist unglaublich, dass mich Lena tatsächlich persönlich in ihrer Danksagung erwähnt hat. Alter Finne.
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Foto via Universal Music 2010


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