Autor: Tobiaaatch

Hip, hipper, Hipster


Hipster Panorama in Hip, hipper, Hipster

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Hipster. Ein Wort das man immer mal wieder hört, aber nie richtig wusste was ein Hipster eigentlich ist – bis man entweder Hipster kennengelernt hat oder gar selbst langsam zum Hipster mutiert ist. Eine Sache ist aber sicher: Keiner von euch ist einer, denn ein Hipster wäre viel zu kool für so einen Blog. Aber was sind nun also diese Hipster? Ich versuch‘s mal zu anschaulich zu erklären.
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Hipster gibt es in den USA seit den 30ern, unterscheiden sich aber stark von der Hipster-Bewegung (bzw „Kultur“) von heute. In diesem Artikel werde ich den Hipster „von heute“ etwas überspitzt darstellen, wobei ich keine Anhänger dieser Kultur zu nahe treten möchte… denn ja: Ich mag sogar Hipster – doch sie wahrscheinlich mich nicht, wo auch schon meiner Meinung das einzige Problem ist.
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Hipster fühlen sich nämlich kooler, smarter, intellektueller und eben „hipper“ als andere Leute und tun auch alles, damit ihr überschwänglicher Auftritt auch immer authentisch genug rüber kommt. Für sie gibt es nur zwei Kategorien von Menschen: Hipster und… Sonstige. Sie gehen ins Theater, in Literatur-Vorlesungen und besuchen Kunstgalerien und versuchen selber Künstler und kreativ zu sein. Jeder Hipster kann zeichnen, Photoshop benutzen und Gedichte schreiben. Sie sind Fotografie-begeistert und wechseln auch ständig ihre Profilbilder der unendlichen Social-Networks. Dabei müssen die Bilder immer spontan und nicht gestellt aussehen – auch wenn sie natürlich immer mit einem künstlerischen Aspekt und einer ausgefallenen Komposition gestellt sind. Beruflich wird in am besten in einem Design-Büro gearbeitet – zwei Tage die Woche. Höchstens. Denn Hipster haben kein Volltags-Job. Sie haben auch kein Auto, sondern nur Fahrräder, womit sie überall hinkommen – da sie nur in großen Städten und ihren Pseudo-Hipster-Vierteln leben. Wie in Berlin zum Beispiel. Wenn sie dann mal in einen Underground Indie-Elektro-Screamo-Club gehen, es der Drogenkonsum nicht zu knapp. Sie sind bestenfalls Veganer, haben Tattoos und langen Haare, trinken nur exotische Teesorten und lieben eine Sache über alles: jegliche Sorten, Varianten und Arten von Kaffee. Sie gehen nur in Indie-Kinos, lieben Polaroidkameras und Vinyls. Jeder Hipster besitzt natürlich ein iPhone und den neusten MacBookPro. Hipster gehen nicht ans Handy oder ans Telefon. Sie schreiben nur SMS, weil sie bei einem Anruf meistens nicht auf die schnelle die beste intellektuelle Antwort parat haben. Bei einer normalen Unterhaltung – meistens in einem Café – wird über Musik, Umweltschutz, Kunst, Gott und die Welt… und über „500 Days of Summer“ geredet – der Lieblingsfilm aller Hipster. Sie benehmen sich möglichst kultiviert und ihr Benehmen ist makellos. Ein ganz großes Thema in der Hipster-Kultur ist die Musik. Es dürfen nur absolute Indie- und Underground-Bands gehört werden, welche keiner (außer man selber) aus dem engeren Umfeld kennt. Wenn doch muss sich möglichst schnell eine neue Super-Alternative-Indie-Band gesucht werden. Wenn die Band dann plötzlich ihren Mainstream-Durchbruch schafft, wird sie automatisch sofort gehasst und mit den Worten „Ich kannte die Band schon, als noch niemand sie gehört hat“ beerdigt. Genauso wichtig wie die exklusive Musik, ist den Hipstern ihr Erscheinungsbild: Skinny Röhrenjeans, Leggings mit ausgefallenen Mustern, karierte Hemden, Wollmützen, Big Daddy Hüte, Acid-washed Jeans, T-Shirts und Tops mit Wölfen oder Eulen vorne drauf. Beim Mittelstands Fashion ist alles möglich, kombinierbar und möglichst Retro und exquisit. Sie tragen riesige Horn- und Nerdbrillen, optimalerweise original von Ray-Ban. Wenn man kann keine Brille braucht… trägt man trotzdem eine – ohne Seestärke oder ganz ohne Gläser. Auf keinen Fall aber möchte der Hipster mit dem (in-der-erste-Reihe-Loonyland-stehenden) „New Rave Kid“ / „Nu-Raver“ verglichen werden.
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Und anders als in anderen Kulturen – sei es die HipHop- oder Gothic-Kultur – verleugnen die Hipster die Existenz ihrer Kultur und würden niemals selbser zugeben, Hipster zu sein. Dafür sind sie viel zu kool.
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Parodie-Video: „Hipster Olympics
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Achja. Hipster ist gleichzeitig die Bezeichnung eines sehr aufreizenden Unterwäschen-Dessous-Teil… bei Frauen. Wer will… soll googlen ;-)
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Bild von Pat Harpin


2 Comments, Kommentare oder Ping

  1. Stimmt genau. :)

    December 11th, 2010

  2. lulu

    Langsam wird es langweilig und langsam kommt mir der Verdacht auf, dass auch eine Menge Neid dahinter steckt.

    May 20th, 2011

Antworte auf “Hip, hipper, Hipster”