Autor: Tobiaaatch

Ein Anime mit Oscar und Goldenen Bären


Chihiros Reise ins Zauberland

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Chihiro in Ein Anime mit Oscar und Goldenen Bären

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Lang hab ich‘s unterdrückt. Doch längere Beobachtung und Erfahrungen anderer Leute ähnlichen Interessen haben mich zum folgenden Schritt bestätigt. Es ist nämlich mehr als Zeichentrick – eine eigene Kunstform so zusagen. Die Rede ist von „Animes“.
Der die das „Anime“ wird nämlich eine größere Gewichtung bei meinen Blog-Themen haben. Nachdem ich „Cowboy Bebop“ vor einiger Zeit knackig rezensiert habe, folgen jetzt weitere Highlights der japanischen Filmkunst. Dabei werde ich nicht stumpf dem Retro-Charme

alter Kinderserien verfallen, welche zum Teil heute nicht mehr genießbar sind (wie ‚

Mila Superstar‘), und mich ausschließlich auf die weltweiten Top-Listen-Führer und erwachsenen Animes beziehen, welche ich eigentlich den ganzen Tag gucken könnte. Von Zauberhaften Welten bis hin zu USK 18 Splatter. Die Faszination von Animes und japanischen Videospielen setzt sich aus vielen Punkten zusammen. Zum einen wären da die fantastischen und epischen Welten, welche sich stark von westlichen Produktionen unterscheiden und abgrenzen. Auch, dass die Japaner westliche Religionen, Traditionen und Geschichte oft neu und eigen Interpretieren, ist sehr spannend. Ihre große Deutschland-Liebe spiegelt sich so auch nicht zu selten Animes und der gleichen wieder. Die Serie ‚Elfen-Lied‘ oder das neue Hack’n Slay Game „Knights Contract“, welches Goethes Faust neu interpretiert, sind nur zwei Beispiele. Desweiterne ist oft auch ein sehr großer philosophischer und psychologischer Part vorhanden, welcher die Langlebigkeit der Serien und Filme immens vergrößert, zum Nachdenken anregt und sehr viel Platz für eigene Deutungen bietet.
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Doch jetzt genug von meinem Prolog Geschwafel. Starten wir durch. Auch wenn ich Anime-Serien wegen ausführlicherer Story- und Charackter-Entwicklung interessanter als Anime-Filme finde, beginne ich heute mit einem Film. Es handelt sich dabei nicht um einen Geheimtipp oder für einen „Fans den Genres greifen zu“-Film, sonder um den fucking erfolgreichsten Film in Japan. Ein „musst-seen“: „Chihiros Reise ins Zauberland“. Auch wenn ich jetzt nicht sofort die aufgebauten „Splatter-Psycho-Philosophen“-Erwartungen erfülle, möchte ich dennoch mit Hayao Miyazakis Meisterwerk anfangen, welcher unter anderem auch für „Prinzessin Mononoke“ verantwortlich war und auch schon bei der Kinderserie „Heidi“ mitgearbeitet hat. Mit „Chihiros Reise ins Zauberland“ hat er bei der Berlinale 2002 den Goldenen Bären erhalten und neben einigen japanischen Preisen auch 2003 den Oscar für den besten Animationsfilm abgeräumt.
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Ich hoffe, dass ich jetzt euer Interesse ein wenig geweckt habe ;-).
Kurz gefasst geht es eben um das kleine Mädchen Chihiro, welches mit ihren Eltern auf dem Weg zur neuen Wohnung in einem Wald halten und einen verlassenen Vergnügungspark erkunden. Dabei verläuft sich Chihiro natürlich und gelangt in eine parallele Welt voller verrückten Kreaturen und Tiere. Zuerst wird sie von einem geheimnisvollen Jungen versteckt und beschützt. Darauf erfährt sie dann, dass sie in einem Badehaus für Naturgötter gelandet und die Wesen dort Menschen nicht besonders gut leiden können und sofort fressen würden. Geleitet wir das Badehaus von der bösen Hexe Yubaba, welche Chihiors Eltern – zu recht (!) – in Schweine verwandelt hat. Um nicht auch verhext zu werden, muss Chihiro in Badehaus als Putzkraft arbeiten. So wie sich das für eine Frau halt gehört.
Auch wenn sich das jetzt erstmal so einfach gestrickt anhört, ist es einfach unglaublich und kaum zu beschreiben wie fantasievoll und ideenreich das verrückte Badehaus ist und wie fantastisch die Animationen sind. Genau das, was man sich beim neuen „Alice im Wunderland“ Film eigentlich gewünscht hat. Es ist einfach spannend zu sehen, wie das ganze Badehaus funktioniert und sich das kleine ängstliche Mädchen in der grusligen Welt zu recht finden muss, um ihre Eltern zu befreien. Obendrauf kommt noch die geniale Synchronisation der Hexe Yubaba, welche von keiner geringeren als Real-Life Hexe Nina Hagen gesprochen wird – was wie der Arsch auf den Nachttopf passt. Auch ihre heiße Tochter Cosma Shiva Hagen und der Synchronsprecher von „Jimmy dem Fummelpfleger“ haben eine Hauptrolle bekommen. Am besten schaut man sich einfach mal den Trailer an. Dabei sollte man sicher dann aber nicht vom Kinderfilm-Setting abschrecken lassen, denn „Chihiros Reise ins Zauberland“ funktioniert mit jeder Altersklasse. Und wenn das nichts hilft: Immer schön den Oscar im Hinterkopf behalten – ‚Ice Age‘ hat ihn damals nämlich nicht gekriegt.
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Bild von themoviedb.org


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