October 19th, 2010
Autor: Tobiaaatch
Einfach mal den Mund halten
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Auch wenn ich sonst immer fitter bin als junger Son Gohan zu seinen besten Zeiten und ich als vorbildlicher Arbeitnehmer noch nie im Leben krank gefeiert habe, hat mich am Wochenende die leichte Erkältung nach 1,5 Wochen doch etwas schwerer getroffen.
Sprich – ich habe das komplette Wochenende mit Eric und SNES auf der Couch verbracht und hatte montagmorgens keine Stimme mehr.
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Was natürlich absolut… witzig war. Ich bin mit einem Stapel Papier und einem dicken Filzstift zur Arbeit gefahren und habe meine Botschaften schriftlich verkündet. „Guten Morgen :-)“, „Ja“, „Nein“, „Sorry“, „Vielleicht“, „Ich kann nicht an Telefon gehen“ waren die gängigsten Schilder. Exotischer wurde es mit „Danke, es war sehr lecker“ (nach dem Kuchen essen), „Die Datei ist ein Gigabyte groß“ oder „Alles Vektoren“. Meine Kolleginnen haben ziemlich unterschiedlich reagiert. Die einen haben mich ausgelacht, die anderen mich bemitleidet. Manche haben sich nur noch mit cleveren Ja-und-Nein Fragen an mich gewendet und wieder andere hatten Spaß an der Sache und sind direkt in meinen analogen Chat eingestiegen. Ein paar haben sogar aus Reflex auch angefangen mit Händen und Füßen zu gestikulieren und zwei Sekunden lachend begriffen, dass ich nicht taubstumm bin. Es war großartig.
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Und was wollte ich euch mit dieser netten Geschichte klar machen? Mediendesigner können nicht nur (als eine der Wenigen) ihren Berufe jeder Zeit betrunken effektiv ausüben, sondern auch gleichzeitig noch schweigend und Podcast hörend. Die mega faule E-Mail zum Tisch-Kollegen von Gegenüber gehört mittlerweile zum guten Ton. Man will ja bloß nicht den Mund aufmachen.





















