Autor: Tobiaaatch

Pornoröse Messeführung mit K.I.Z & Leonie Saint


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Es nähert sich Mitternacht und was passt da besser als eine Doku über eine internationale Fachmesse in Berlin? – Ja nichts, und vor allem nichts wenn es ein Rundgang über die Venus 2009 mit Maxim von K.I.Z und Ex-Pornodarstellerin Leonie Saint ist. Ob man bei YouPorn was über Leonie Saint fndet? Oder bei Xvideos? Man weiß es nicht.
Wenn man aber einige Geheimnisse der Porno-Industrie erfahren möchte, wissen will wie sich ein golden Shower ertragen lässt und wie man mit Sex die deutsche Vergangenheit bewältigt – sollte vielleicht mal ein Auge auf die 2 Videos werfen ;-)


Venus 2009 Teil 1 / Teil 2



Foto von Myspace.com/leoniesaint



Autor: Tobiaaatch

Abfuck-Wort 2009


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Der Bogen ist mächtig überspannt, das Fass läuft über, alles hart an der Grenze, schon fast am Limit. Ich raste… ich raste völlig aus wenn das Wort fällt. Ich drehe durch wenn ich das Gegröle höre. Ich hasse diesen Hype, diese Mitläufer.
Es dreht sich um das Wort “Atze”. Es nervt gewaltig.


Aber gehen wir mal zurück zu den Anfängen. Außerhalb von Berlin war vor 2005 das besagte Wort gänzlich unbekannt… bis Atze Jope auf einer Berliner Rap DVD den Mythos endlich aufklärte. Atze stammt aus dem Berliner Akzent und bedeutet “großer Bruder” (“Kleiner Bruder” heißt btw Keule auf berlinerisch). Soweit so gut – bis Berliner Rap bei der Jugend das wichtigste auf der Welt wurde. Aggro Berlin stürmten die Charts und Frauenarzt und sein Label Ghetto-Musik wurden auch immer populärer. Ihre Texte handelten von ausgelassenen und freizügigen Partys mit ihren besten Kumpels, den Atzen. Und solang das alles schön in Berlin blieb hatt ik da ja ken Thema mit. Ihre Lieder wurden verpönt, indiziert und verboten. Die Medien wollten nichts damit zu tun haben und jeder Rap-Hörer wurde mit der sexistischen Musik in Verbindung gebracht. Shit happens.


Doch Frauenarzt änderte 2008 die Strategie. Aus Ghetto-Musik wurde Atzen-Musik, aus Baseballschlägern wurden Luftschlangen und Konfetti, die Texte wurden softer als Hello Kitty Plüschtiere und ihre Outfits bunter als der RGB-Farbraum. Das erste Atzen-Album schlug ein wie eine Bombe. Ihr Hit “Das geht ab” lief in jedem Club. Man musste kein Hellseher sein, um zu sagen dass die Atzen das 17te Bundesland übernehmen werden. Und so kam es auch. Es war wie ein Lauffeuer. Mickie Krause und Jürgen Drews heizten mit Atzen-Texten die Massen an, betrunkene Gruppen stimmten “Das geht ab” an und alle grölten mit. Irgendwann konnte es keiner mehr hören. Bravo Hits, Ballermann-Compilations, Chartshows, ü40-Dorfkneipen – Keine Anlage wurde verschont. Es läuft. Der T-Shirt und Merchandise-Verkauf boomt. “Ein echte Atzin” – Was bitteschön ist ne Atzin wenn Atze “großer Bruder“ heißt – Ich wills mir nicht vorstellen. Soweit ich weiß ist das original weibliche Atzen-Gegenstück die “Käthe”. Meine geliebte Shutter-Shades-Brille verkommte zum Atzen-Accessoire schlechthin… Trauer :(


Auch wenn ihr neues Video „Disco-Pogo“ noch so gut ist, der dicke Elektro-Beat noch so kracht – Ich kann das Wort nicht mehr hören. Es gilt jetzt sogar laut Tante Wiki zum HipHop-Jargon. Hammer.


Jeder will die Atzen sehen. Und eine Woche vor Karneval werden sie hier bei uns im Umkreis die 16 Jährigen einheizen und die guten alten Frauenarzt-„Klassiker“ scheinen nie dagewesen zu sein… wie Drecksn*tte, Ein F*** ist ein F***, Mädel gibt Sch****, Dr. Sex, Punk Rock M****ie, F*** die B**** durch, Gruftinu***, Gangbang-Connection, Sie braucht es hart, Kopf runter Arsch hoch, Dreckige F***en oder der zweite Teil von „Mit den Ärschen“.


Vielleicht versteht mich ja einer…


Foto von myspace.com/frauenarzt