February 13th, 2011
Autor: Tobiaaatch
Meine Lena-Prognose / Raab-Kritik

.
Lena hier, Lena dort. Und ich weiß, es nervt euch.
Doch bevor am 18.Februar (auf Das Erste) Lenas finaler Song für den „Euro Vision Song Contest“ ausgesucht wird, wollte ich noch meine Prognose abliefern, kurz neue Album rezensieren, Raab kritisieren und die Show kommentieren.
.
„Good News“ ist bekanntlicherweise der Titel zum zweiten Lena Meyer-Landrut Album. 12 Tracks, worunter sich 4 Kracher befinden. Außer 1-2 weiteren netten Nummern auf dem Album kann man den Rest getrost in die tiefen Schluchten der grausamen, langweiligen und zuckersüßen Soft-Pop-Musik runter werfen. Dabei rede ich nicht von Lenas engelsgleicher Stimme, sondern nur von den Songs, den Songtexten und den Songmelodien selber. Die guten Tracks stelle ich euch aber gerne vor:
.
“A Million And One” (ab 3:45) fängt mit Kate-Nash-ähnlichen Sprechgesang an, und switcht dann zur einem Kate-Nash-ähnlichen piepsig gesungenen Refrain. Und Kate Nash kann Lena am besten.
„Taken By A Stranger“ (ab 3:25) macht alles anders und präsentiert Lena geheimnisvoll und ein wenig verrucht. Die Melodie ist der düster, doch trotzdem gut anzuhören. Das Publikum ist trotz den die komischen Tänzerinnen ausgeflippt. Ich ahne welcher Track gewinnen wird.
„Maybe“ (ab 3:05) repräsentiert die gute Sorte von Radio-Pop-Musik. Schnell und sehr eingängig. Papa gefällt das.
“Push Forward” (ab 3:40) ist sicher nicht der beste Song für den Remmie Demmie Euro Vision Song Contest – doch für einsame Stunde im Glücksbärchen-Schlafanzug mit einer Kanne Früchte-Tee und einem voll geheulten Kissen genau das Richtige.
.
Zusammengefasst wird meiner Meinung nach „Taken By A Stranger“ das Rennen machen. Der Track grenzt sich so stark von dem Rest ab und zeigt den Leuten eine neue Lena. Es wäre ein mutiger Schritt. Doch wer nichts wagt, der nicht gewinnt, gel.
Interessant finde ich auch die Vorstellung der Produzenten und deren Arbeitsweisen vor jeder Liedvorstellung. Die kommen immer viel zu kurz.
.
.
Und jetzt zu König Lustig, Stefan Raab. Ich habe noch nie etwas am Raab kritisiert und als Halbstarker auch immer die Maxi-CD seiner Fun-Songs (wie „Wir kiffen“) brav gekauft. Doch so länger ich seine ernsten Musikproduktionen verfolge, schlich sich mehr und mehr eine musikalische Eintönigkeit ein. Ich mein, jeder zweite Song von Lena könnte auch glatt von Max Mutzke gesunden werden. Die „musikalische Vielfalt und Bandbreite“, welche Raab in den letzten zwei Wochen immer wieder betonte, war irgendwie nicht vorhanden. Ein Piepser im Song macht es zu Elektro-Musik, ein softes Bouncen ordnet den Track in die HipHop-Sparte ein. Mutige Experimente sucht man vergeblich. Kein Wunder, dass die komplette Menschheit dann ausflippt, wenn mit „Taken by a stranger“ erstmalig eine etwas andere Richtung eingeschlagen wird. Alle haben genug von Big-Bands und Träller-Musik. Spannend dagegen fand ich dann, dass die die helfende Jury auch so richtig ausgeteilt hat. Anke Engelke, Joy Denalane und das Schnitzel von Silbermond haben ihre Meinungen offen kund getan. Dabei wurde nicht Lenas Gesang oder Auftritt kritisiert, sondern einfach nur die langweiligen und nicht passenden Songs mit dem Klischeehaften Lyrics bemängelt. „Sowas könnte ich mir in 10 Jahren bei Lena gut vorstellen, aber nicht jetzt“ meinte Anke Engelke. Danke Anke, Mittelfinger hoch, so seh ich das auch. 2011 muss Lena auf die Kacke hauen – und keine Hintergrund-Musik für die Muttis beim Kochen machen. Was nichts gegen meine Mutter ist. Meine Mutter ist kool. Sie hört Katy Perry, Black Eyed Peas und so.
.
Foto von Facebook.com /lenameyerlandrut




via 


















